I believe I can fly.

Schlitzaugenheidi versus Ben Lomond

…oder wieder in Queenstown, meiner Lieblingsstadt in Neuseeland

22.02.-25.02.2015
2 volle Tage hatten wir für Queenstown eingeplant, eine Wohltat nach dem vielen Sitzen im Bus. Da Marco und ich schon einmal in Queenstown waren, hatten wir für den ersten Tag jeweils unterschiedliche Pläne. Judith, Kim und Thorsten guckten sich die Stadt an, Marco mietete sich ein Downhill-Bike um den Downhill-Park runter zu rasen, während Lasse und ich uns die Besteigung des Ben Lomond vornahmen.

Die Besteigung des Ben Lomond wurde mir zuvor von Barbara nahe gelegt. Da das Department of Conservation den Track als schwierig klassifiziert hatte und Barbara wesentlich sportlicher als ich ist, nahm ich mir zunächst vor, nur bis zum Bergkamm zu gehen, wofür ein Zeitrahmen von 3-4 Stunden angegeben war. Für die komplette Strecke bis zum Gipfel war eine Zeit von 6-8 Stunden angegeben.

Zunächst ging es für Lasse, Marco und mich mit der Seilbahn nach oben. Die 30 NZD für das Hin- und Rückfahrticket waren zwar recht happig, aber die Aussicht auf Queenstown ist die Fahrt alle Mal wert. Für Marco ging es direkt zum Downhill-Bereich während Lasse und ich zunächst noch auf der Aussichtsplattform des Seilbahn-Restaurants Halt machten. Dort kamen aufgrund des sonnigen Wetters immer wieder Tandem-Paraglider vorbei. Eine Dame hatte dabei so lautstarken Spass und voller Freude gejubelt, dass ich direkt Lust hatte, direkt mit zu gliden. Leider hatte die Zeit nicht mehr gereicht, um Paragliding zu machen, aber auf meiner To-do-Liste steht dies nun ganz weit oben.

Der Ben Lomond Track startet direkt am Restaurant, zunächst geht es stetig bergauf ein kurzes Stück durch einen Wald und danach erreicht man auch schon die Baumgrenze. Ab dann hat man einen tollen Ausblick in das Seetal und auf Queenstown. Bei solch einem tollem Anblick wusste ich direkt wieder, warum mir Queenstown auch vorher schon am besten gefallen hat. Der erste Part war zwar durch die permanente Steigung anstrengend, aber mit ein bisschen Wanderkondition gut machbar. Ich hatte mich leider mit dem Wasser etwas vertan. Normalerweise trinke ich auf solchen Touren nicht viel und hatte daher nur eine 3/4l-Flasche dabei. Da die Sonne aber permanent auf unseren Kopf brannte, hatte ich einen viel höheren Wasserbedarf als sonst und bald neigte sich die Flasche dem Ende zu. Wandern in Neuseeland ist meist sehr gesellig und so wird immer ein bisschen Small Talk mit anderen Wanderern betrieben, z.B. “Was ist das Ziel? Wie lange dauert es noch? Lohnt es sich?” Als wir erwähnten, dass wir nur bis zum Bergkamm wollten, bestätigten uns wenige darin, die meisten jedoch empfahlen, das letzte Gipfelstück noch zu erklimmen, da die Aussicht von ganz oben wunderschön wäre und wir etwas verpassen würden. Als wir schliesslich am Bergkamm ankamen und die Sonne hinter Wolken verschwand und nicht mehr so sehr brannte, entschlossen wir uns das letzte Stück bis zum Gipfel noch zu machen. Dankenswerterweise bot Lasse mir an, seine 2. Flasche Wasser mit mir zu teilen, was ohne auch nicht gegangen wären. Merke für die Zukunft: Lieber zu viel als zu wenig Wasser mitnehmen.

Das letzte Stück zum Gipfel war noch ein bisschen steiler und vom Weg etwas anspruchsvoller als vorher. Die wenigen Leute, die am absteigen waren, munterten uns immer wieder auf und so erreichten wir nach etwa 6,5 km und 2,5 Stunden den 1.748 m hohen Gipfel von Ben Lomond. Und tatsächlich: die Aussicht war berauschend! Wir hatten einen herrlichen 360-Grad-Ausblick auf den Wakatipu-See, die Remarkables-Berge und aufgrund des guten Wetters sogar auf den Mount Aspiring Nationalpark. Nach einer ca. 20-minütigen Pause auf dem Gipfel nahmen wir den selben Weg zurück zu der Seilbahn.
Fazit des Ben Lomond Tracks: Insgesamt waren wir etwas mehr 4 Stunden auf der 12,6 km langen Strecke unterwegs und legten dabei 1.065 Höhenmeter aufwärts und 1.058 Höhenmeter abwärts zurück.

Zu unserer Freude hatten die anderen bei unserer Ankunft Pasta gekocht und wir konnten uns direkt daran stärken. Das war ein Service!

Am 2. Tag hatten wir kein gezieltes Programm und so nutzten wir die verbliebene Zeit um uns an Queenstown zu erfreuen. Obwohl die Stadt dieses Mal wesentlich voller als beim letzten Mal war, fand ich die Kombination aus genau dem richtigen Maß an Belebtheit, Natur und Sport in Queenstown immer noch extrem reizvoll. So hat sich die Stadt für mich zu meiner Lieblingsstadt in Neuseeland gemausert.
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Was Schlitzaugenheidi mag:
Der berühmte Fergburger Queenstowns ist zwar nicht so meins gewesen, aber das Ferg-Eis hatte es mir sehr angetan, sehr cremig und lecker. Absolut zu empfehlen!

Was Schlitzaugenheidi nicht mag:
Leider sind dort noch so viele Wandertracks und andere Aktivitäten, die ich noch nicht austesten konnte.
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