Die bekannte Wasserfontäne beim Ausatmen des Wals

Schlitzaugenheidi versus Wale und Seehunde

…oder der 1. Pottwal und jede Menge neuseeländischer Fell-Seehunde in Kaikoura

25.02.-02.03.2015
Viel zu schnell mussten wir Queenstown wieder verlassen und in einer Monstertagestour ging es weiter nach Kaikoura, dem Zentrum für Whale-Watching in Neuseeland.

Laut diversen Webseiten hieß es, Kaikoura sei eine pittoreske Küstenstadt. Die Landschaft war wirklich sehr schön, die Stadt selbst würde ich aber alles andere als pittoresk nennen. Zumindest entspricht eine Ansammlung von langweiligen Holzhäusern, die mit wenig Charme aneinander gereiht sind, nicht meinem Bild davon. Da gibt es in Neuseeland wesentlich pittoreskere Städte. Aber da wir nicht wegen der Stadt sondern wegen der Wale angereist waren, hatte ich das für die 2 Tage versucht auszublenden.

An unserem Anreisetag wurden alle Whale-Watching-Touren aufgrund schlechten Wetters abgesagt und wir hofften inständig, dass sich das Wetter über Nacht bessern möge. Am nächsten Morgen war das Wetter auf unserer Seite und unsere Tour wurde glücklicherweise nicht abgesagt. Es gab jedoch den Hinweis, dass Teilnehmer, die empfindlich für Seekrankheit sind, sich entsprechend rüsten mögen, da von starkem Wellengang ausgegangen wurde. Ich nahm vorab die doppelte Dosis und war auch sehr froh darüber, da sich bereits auf dem Weg auf’s Meer hinaus einige Teilnehmer ihr Essen nochmals durch den Kopf gehen ließen.

Wir hatten viel Glück und bereits nach einigen Minuten bekamen wir die Durchsage, dass sich der Pottwal “Tiaka” nicht unweit des Bootes befand. So steuerten wir direkt auf ihn zu und konnten ihn noch ein paar Minuten beobachten bevor er wieder abtauchte. Leider sind männliche Pottwale Einzelänger und daher war nicht davon auszugehen, dass noch weitere Pottwale in der Nähe zu sichten gewesen wären. Die Crew entschied sich daher dafür, an der gleichen Stelle auf das erneute Auftauchen von Tiaka zu warten. Für die Seekranken unter uns war dies nicht ganz so optimal, da das Schiff dadurch noch mehr schwankte als vorher und ich musste mich stark zusammenreißen, damit auch die Übelkeit nicht bei mir Überhand nahm. Beim 2. Auftauchen von Tiaka war dies jedoch wieder vergessen und ich konnte durch eine andere Positionierung auf dem Boot nochmals einen besseren Blick erhaschen. Leider fuhr das Boot kurz bevor Tiaka wieder abtauchte zurück gen Ufer. Mein 1. Whale-Watching war zwar ein beeindruckendes Erlebnis, aber eine kleine Enttäuschung blieb nichtsdestotrotz, hatte ich mir erhofft, mehr Wale und ggfs. auch Orcas zu sehen oder auch einen kleinen Sprung, wie z.B. bei Buckelwalen nicht ganz unüblich.

Den 2. Kaikoura-Tag verbrachten wir mit einer Wanderung entlang der Kaikoura-Halbinsel, wo eine große Seal Fur Kolonie beheimatet ist. Diese Fell-Seehunde sind ganz witzige und putzige Tiere, entweder sie dösen faul in der Sonne rum, vollführen diverse Posings in der Sonne oder spielen vergnügt und munter im Wasser rum. Eine wahre Wonne den Tieren zuzuschauen und für mich ein schöner Abschluss für Kaikoura.
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Was Schlitzaugenheidi mag:
Auch wenn wir starken Wellengang hatten, bin ich froh, dass unsere Tour nicht ausgefallen ist und wir alle überhaupt einen Wal sehen konnten.

Was Schlitzaugenheidi nicht mag:
Eine Whale Watching Tour vom Boot aus ist irgendwie nur halb befriedigend, da man immer nur einen kleinen Bruchteil des Tieres sieht. Beim nächsten Mal erhoffe ich mir als Taucherin ein Bild von der Größe der Wale machen zu können.
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